Teil  2:      Gesprächsführung und Moderation

 

 

Wie unterscheiden sich eigentlich Rhetorik und Gesprächsführung? Könnten Sie fragen? Und: Was kommt bei der Gesprächsführung1 an Neuem hinzu?

Sicherlich sind beide Bereiche der Kommunikationsanalyse und -schulung verschiedentlich eng miteinander verbunden, aber Unterschiede lassen sich dennoch aufzeigen. Während Rhetorik großes Gewicht auf Sprech-technik und Sprachstil legt, befaßt sich die Gesprächsführung mit interpersonaler Beziehungsgestaltung und Kontaktarbeit. Rhetorische Wirkung zielt eher auf die „Gefangennahme“ eines Auditoriums, Gesprächsführungstechnik auf zwischenmenschliche Problembewältigung und die Herstellung eines praktischen Konsenses. Oder aus anderer Perspektive: Rhetorische Mittel dienen trotz Hörerorientierung stärker der produzentenzentrierten (Selbst)präsentation auf der Grundlage planvoller Sprachplanung, während mit Gesprächsführung das gegenseitige Verstehen über die Herstellung einer Beziehungsbalance angestrebt wird.

 

Das Feld für angewandte Gesprächsführungstechniken in den Kommunikationsberufen, insbesondere im Bereich von Organisationspsychologie und interner Kommunikation2 ist weit. Ob in Abteilungskonferenzen oder Beratungsgesprächen, in der Akquisition oder in Verhandlungen, bei Bewerbungen oder im Beschwerdewesen - immer haben Sie es hier mit der Regulierung von Interessen und Ansprüchen über den Weg der Gesprächsführung zu tun. In all diesen Situationen werden - mal offensichtlich, mal latent - die folgenden Phänomene eine Rolle spielen: die eigene Gesprächshaltung, die Art des Zuhörens in Gesprächen, Gesprächswiderstände sowie gesprächsfördernde und gespächsstörende Faktoren.3

 

 

Die Gesprächshaltung

 

Häufig haben wir in Dialogen oder Gruppengesprächen ein bestimmtes Ziel vor Augen, das wir mit dem Gespräch erreichen wollen, oder wir konzentrieren uns auf die Reaktionen unserer Partner. Was wir dabei jedoch leicht übersehen können, ist die Rolle, die wir selbst dabei spielen, d.h. unsere eigene Gesprächshaltung. Kommunikationspsychologische Analysen haben eine Reihe von Verhaltensmustern herausgefunden, die erkennen lassen, wie stark wir selbst mit bestimmten inneren Haltungen die Reaktionen unserer Gesprächspartner hervorrufen. Anhand einiger typischer Dialogausschnitte, wie sie ähnlich in vielen Kollegengesprächen vorkommen, wollen wir sechs wiederkehrende Gesprächshaltungen charakterisieren:4

 

Muster 1

Stellen Sie sich vor, ein Arbeitskollege klagt über das schlechte Betriebsklima in seiner Abteilung und wie ihn das bedrückt. Eine mögliche Antwort, die Sie darauf geben könnten, wäre:

Na, nun nimm das mal nicht so schwer! Vielleicht ist die Mißstimmung ja aus dem Moment heraus zu erklären und die Wogen glätten sich bald wieder.“

 

Die Antwort-Tendenz: die mißlungene oder oberflächliche Tröstung

Oberflächliche und floskelhafte Ermutigungen können zu recht den Eindruck erwecken, Sie wollten sich gar nicht ernsthaft auf die Diskussion oder die Besorgnis des Partners einlassen oder aber überhaupt nicht in der Lage, das Konfliktpotential richtig zu erfassen.

 

Muster 2:

Sie antworten auf die Klage einer Mitarbeiterin darüber, daß an ihrer Stelle eine andere Kollegin bei der Stellenbeförderung ungerechterweise vorgezogen wurde:

Jetzt bist Du sauer, weil das Deinen Ehrgeiz kränkt!“

 

Antwort-Tentenz: Angebot einer vorschnellen Deutung

Eine vorschnelle oder zu weitgehende (bzw. zu abwegige) Deutung der Situation oder der seelischen Befindlichkeit können den Gesprächspartner (falsch) etikettieren oder als grobe Unterstellung gewertet werden. In beiden Fällen wird sich die Kollegin mißverstanden fühlen.

 

Muster 3

Ein im Team arbeitender Kollege beschwert sich über die Arroganz seiner Teamkollegen, die ihn und seine Problemlösungsangebote häufig geringachten. Ihre Antwort könnte sein:

Du hältst also das Verhalten Deiner Teamkollegen für extrem unangemessen? Du glaubst, daß man Dich nur deshalb nicht akzeptiert, weil die Selbstbestätigungsbedürfnisse der anderen so groß sind, obwohl Deine Leistung gleichwertig ist?“

 

Antwort-Tendenz: Umschreibung und Bemühung um Nachvollzug

Sie umschreiben die Äußerung Ihres Gesprächspartners und zeigen damit, daß Sie sich in dessen Situation hineinversetzen können, bzw. um ein angemessenes Verständnis seiner Befindlichkeit bemüht sind. Umschreibungen sind prinzipiell gesprächsfördernd, müssen aber als Technik beim Partner akzeptiert werden.

 

Muster 4:

In der gleichen Situation wie im dritten Muster vorgestellt könnten Sie auch antworten:

Auch wenn Deine Kollegen gelegentlich ein bißchen brüsk oder lässig sein sollten, sei doch nicht gleich so empfindlich! Versuch doch einfach, die Situation mit etwas Humor zu meistern!“

 

Antwort-Tendenz: Wertende Kritik mit moralischem Unterton

Eine moralisierende oder stark wertende Kritik kann dazu führen, daß das Gegenüber in eine unterlegene Position gerät. Dem Gesprächspartner wird so aber auch die Möglichkeit genommen, andere Aspekte der Situation darzulegen.

 

Muster 5

Ein Mitarbeiter stöhnt über seine zu hohe Arbeitsbelastung, weil ihm zu viele Aufträge pro Tag aufgehalst würden. Darauf äußern Sie:

Bist Du denn sich, daß Du nicht einfach eine falsche Einschätzung hast? Wie oft ist denn das nun schon vorgekommen, und hast Du dann tatsächlich mal nachgeprüft, ob es mehr Vorgänge waren?

 

Antwort-Tendenz: Nachforschungshaltung und skeptische Distanz

Der prüfende Nachfrager zeigt wenig Einfühlungsvermögen und Bereitschaft, sich nach den Hintergründen der Klage zu erkundigen. Statt dessen werden rein vorgangsbezogene Forschungsfragen gestellt, die im übrigen einen Zweifel oder stillschweigenden Vorwurf transportieren.

 

Muster 6

Eine Mitarbeiterin äußert ihre Empörung über die wiederholte „Anmache“, die sich einer ihrer Vorgesetzten erlaubt. Nehmen wir als Antwort an:

Na das solltest Du Dir auf keinen Fall bieten lassen! Versuch’s doch mal damit, daß Du den Spieß umdrehst oder putz den Kerl ordentlich runter!“

 

Antwort-Tendenz: Voreiliger und/oder unpassender Ratschlag

Voreilige und möglicherweise unpassende Ratschläge können als verfehlt oder als Schlag (ohne Rat) aufgenommen werden. Auch wenn der hier gemachte Vorschlag eine gute Absicht offenbart, ist er mit Blick auf die Machtverhältnisse nicht gut durchdacht.

 

Natürlich kann aus wenigen Reaktionsformen nicht gleich auf den Charakterzug einer Person geschlossen werden. Eine Möglichkeit der Selbstprüfung besteht aber darin, sich gelegentlich einmal bewußt „spiegeln“ zu lassen oder sich einer konstruktiven und kompetenten Kritik auszusetzen.

 

 

Die Zuhörhaltung

 

Sprechen und Zuhören sind nicht nur sequentiell, sondern auch psycho-logisch und taktisch miteinander verknüpft. Bereits die vorherigen Beispiele zeigen den engen Zusammenhang zwischen verständnisvollem bzw. oberflächlichem Zuhören und dem davon abhängigen Antwortverhalten. Auch in dem vorausgegangenen Kapitel über das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun konnten Sie bereits etwas über die Tücken des einseitigen oder verzerrenden Hörens erfahren.

Nicht selten wird fälschlicherweise das Gehörte allein als dasjenige Verstanden, was „wirklich“ gesagt wurde. Man muß aber nicht erst an die konstruktivistische Position erinnern, um deutlich zu machen, daß die verstandene Botschaft ein Gemeinschaftsprodukt ist, das vom Sprecher und Hörer gleichermaßen hergestellt wird. Wie oft kommt es schließlich vor, daß Hörer nur den Teil einer Äußerung verstehen, den sie aufgrund ihrer Interessenlage oder Befangenheit verstehen wollen.

Die psychologisch orientierte Gesprächsanalyse unterscheidet in der Regel vier typische Zuhörhaltungen:

 

1. das Pseudozuhören

2. das aufnehmende Zuhören

3. das umschreibende Zuhören

4. das aktive Zuhören.

 

Zu (1): Pseudozuhören

Es zeichnet sich aus durch formale Zuwendung zum Gesprächspartner ohne innere Beteiligung beim Hörer. Dieser ist vielleicht gar nicht bei der Sache oder nur aus Konventionszwang pseudo-höflich, um dann aber doch nur das zu entgegnen, was er sich schon vorher zurechtgelegt hat oder um sich mit allgemeinen Floskeln aus der „Verstrickung“ einer vielleicht aufwendigen persönlichen Beteiligung zu ziehen.

 

Zu (2): Das aufnehmende Zuhören

Hierbei zeigen wir unserem Gesprächspartner, daß wir ihm interessiert folgen, indem wir Blickkontakt halten und zwischendurch dem Sprecher zunicken oder aber Kontaktparenthese wie z.B. „ah ja“, „hmm“ einflechten. Kurze Einsprengsel dieser Art sind keine bestätigung des Gesagten, sondern Zeichen unseres Mitgehens und des (vermutlich) richtigen Verstehens.

Die Leistung dieser zuhörvariante besteht in einer wahrhaftigen Kontaktwahrung und der Bereitschaft, sich mit einem möglichen Problem zu befassen. Andererseits hält sich das Hörerengagement auch noch in Grenzen, weil der Hörer selbst kein aktives Angebot macht und sich zunächst neutral verhält.

 

Zu (3): Das umschreibende Zuhören

Diese Hörerhaltung unterscheidet sich vom aufnehmenden Zuhören dadurch, daß der Hörer zu erkennen gibt, daß er und wie er das gehörte verstanden hat Äußerlicher Hinweis auf diese Haltung ist das regelmäßig überprüfende Nachvollziehen des Gesagten durch den Hörer, was sich an Kurzwiederholungen, Kontrollfragen oder an knappen Ergebniszusammenfassungen auf der Hörerseite beobachten läßt. Wir haben es hier also mit einer Art des kontrollierten Dialogs zu tun, der eine gemeinsame Verständnisebene und Erfolgseinschätzung sichert.

 

Zu (4): Das aktive Zuhören

Hierbei wird nicht nur die Inhaltsseite der Aussage so sorgfältig wie möglich aufgenommen, sondern zugleich die Redeweise empathisch5 interpretiert. Der aktive Zuhörer berücksichtigt insofern den Umstand, daß nur ein geringer Teil des vom Sprecher Gemeinten und Gefühlten in ausdrücklichen Worten übermittelt wird

und daß ihm darüber hinaus durch das kommunikative Gesamtverhalten des Gesprächspartners eine Vielzahl an indirekten Botschaften, vor allem über Gefühl und Befindlichkeit zufließt.

 

Wir sehen also, daß die Art des Zuhörens weitgehend die Chancen der Gesprächsführung bestimmt. Abgesehen vom Pseudozuhören, das zwar verbreitet, aber der nicht gesprächsdienlich ist, haben alle übrigen Zuhörhaltungen ihre Berechtigung. Aufnehmendes Zuhören kann in Situationen, in denen Sachverhalte oder Überlegungen vorgetragen werden, völlig hinreichend sein. Andererseits gibt es zahlreiche Kommunikationssituationen, die ein aktives, d.h. quasi-therapeutisches Zuhören nahezu unmöglich machen oder aber - wie in formaler Organisationskommunikation - unangemessen erscheinen lassen.

 

 

Umgang mit Gesprächswiderständen

 

In Gesprächstypen aller Art - in der beruflichen wie privaten Sphäre - treffen wir auf wiederkehrende Beziehungsprobleme oder - seltener - auch auf tiefergreifende Störungen. Einige dieser Hindernisse liegen in unserer allgemeinen psychischen Natur, andere haben individuelle oder situationsbedingte Ursachen. Was die erste Rubrik betrifft, auf die wir uns hier beschränken, so begegnen wir immer wieder typischen Widerständen bei Gesprächspartnern, die wir allerdings mit einigem Geschick und einiger Übung überwinden können.

Christian Weisgerber führt als typische Widerstandsformen 1. Trotz, 2. Zuwendung zur verwehrten Alternative, 3. indirekte Freiheitswiederherstellung und 4. die offene Aggression an.6

 

Trotz

 

beschränkt sich keineswegs nur auf das Kindesalter, wenn er auch dort seinen Ursprung hat. Malen Sie sich eine Gesprächssituation aus, in der Ihnen beispielsweise einer anderen Person oder Instanz pingelig genau vorschreibt, wie Sie eine bestimmte Tätigkeit ausführen soll. Egal ob es ein Behördenvertreter ist, der Ihnen mit Verfahrensvorschriften Qualen bereitet oder ob Ihnen eine Vorgesetzte ein Verhalten aufzwingen möchte (Kleidungsvorschrift), das Sie nicht einsehen -, in allen so gearteten Drucksituationen könnten Sie nach der Losung: „und jetzt erst recht nicht!“ Widerstand leisten.7

 

Zuwendung zur verwehrten Alternative

 

Diese Art des Ausfluchtverhaltens ist eng verwandt mit dem Trotz. Sie kennen sicherlich die Standardsituation, daß Ihnen jemand den Kauf eines bestimmtes Produkts nahelegen möchte und zugleich von einem anderen abrät. Geschieht dies mit hohem Nachdruck, ohne daß wir einsichtige Argumente dafür genannt bekommen, dann ist es wahrscheinlich, daß wir genau das wählen, wovon uns der Verkäufer abraten wollte. Wir behaupten uns und unsere Freiheit also durch Reaktanz, d.h. durch Abwehr eines starken Erwartungsdrucks.8

 

Indirekte Freiheitswiederherstellung

 

Sie unterscheidet sich von der zuvor geschilderten Haltung dadurch, daß nunmehr auf Verhaltensdruck rein äußerlich angepaßt reagiert wird, um Sanktionen zu vermeiden. Um aber die erlittene Einschränkung

doch irgendwie abzuwehren oder zu mildern, wird der so Gegängelte möglicherweise nach einem Ausweg suchen und sich die Situation dadurch erträglich machen. Wer kennt nicht den Widerstand gegen Lehrer oder Vorgesetzte, wo die Betroffenen auf die schwer erträglich erscheinende Arbeitszumutung in der weise reagieren, daß sie der Form nach den Auftrag akzeptieren, dann aber durch „äußere Umstande“ dennoch an ihrer Pflichterfüllung gehindert werden.

 

Offene Aggression

 

Diese Widerstandsform ist zwar wesentlich schärfer und läßt den vorhandenen Konflikt offen zu Tage treten, sie hat aber den Vorteil gut erkennbar zu sein und kann insofern schneller bearbeitet werden.

Gespräche für alle Beteiligten befriedigend zu führen bedeutet immer, das Vorhandensein von Widerständen und vielleicht auch deren Berechtigung anzuerkennen. Daß verschiedenen Personen abweichende Bedürfnisse und Vorstellungen haben, ist einfach eine Grundtatsache, und wir tun gut daran, das naheliegende Konfliktpotential in einer Gesprächssituation (vor allem bei strukturell unterschiedlicher Interessenlage) auszuloten und einer Konfliktentwicklung bzw. -verschärfung entgegenzuwirken. Eine gute oder professionelle Gesprächsführung wird also bemüht sein, mit möglichst einfachen Mitteln auf das Bedürfnis des Gesprächspartners nach Unabhängigkeit und Selbstbehauptung einzugehen. Das wird dann um so dringender sein, wenn - wie in Arbeitsverhältnissen so oft - schon von Anfang an Rollenunterschiede und Machtasymmetrien bestehen, die aufgrund gegenseitiger langfristiger Abhängigkeiten akzeptabel gestaltet werden müssen.

Zur Wahrung der Beziehungsbalance in Gesprächen gibt es nun einige hilfreiche kommunikative Techniken. Die Tatsache, daß sie leicht zu benennen sind, sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß ihr bewußter Einsatz unter dem Einfluß einer wirkenden Gesprächsdynamik gar nicht so einfach ist. Hinzukommt, daß eine rein „technisch-verbale“ Formulierung wenig leistet, wenn die dahinter stehende Haltung nicht kongruent ist.9

 

Hier einige Hinweise:10

  • Verwenden Sie in Gesprächen, in denen Sie Ihren Partner zu einer Handlung veranlassen wollen, möglichst keine „Zwangverben“ wie ‘müssen’, ‘sollen’ oder ‘nicht dürfen’. Ersetzen Sie diese Ausdrücke nach Möglichkeit durch ‘können’, ‘wollen’ oder ‘möchten’

  • Unterstellen Sie kein Einverständnis, wenn keines herrscht. Vermeiden Sie daher Formulierungen wie: „sicherlich sind Sie doch damit einverstanden, wenn...“ und ersetzen Sie diese durch eine Formel der Art: „Wären Sie damit einverstanden, wenn?“. Auf diese Weise lassen Sie Ihrem Gegenüber den notwendigen Grad an Reaktionsfreiheit.

  • Bieten Sie, wenn sie ein bestimmtes Ziel erreichen wollen - z.B. einen Arbeitstermin oder eine Zusage zu einer Erledigung - nach Möglichkeit Alternativen an (die dann nach Möglichkeit aber eine wirkliche Wahlmöglichkeit bedeuten sollten!)

  • Vielfach werden Vorschläge oder Wünsche nicht in der direkten Aussageform geäußert, sondern in der vorsichtigeren Frageform, so daß der/die Angesprochene zumindest das Gefühl hat, zustimmen, ablehnen oder frei wählen zu können. (Daß diese Freiheit oftmals illusionär ist, weil im institutionellen Rollenverhältnis struktureller Zwang herrscht, liegt auf einem anderen Blatt)

  • In anderen Fällen können direkte Fragen aber auch noch direktiv wirken. Statt einer Frageform wie „Könnten Sie nicht so vorgehen, daß Sie...“? steht ihnen eine weichere, reflexive Version zur Verfügung: „Ich habe mir überlegt, ob es nicht gut wäre, wenn...“ oder: „ich weiß nicht, ob es eine gute Idee ist, wenn wir/Sie...“ Ein wenig Vorsicht ist allerdings geboten: die Schere zwischen vorgeblicher Handlungsfreiheit und situativ erforderlichem Handlungszwang darf sich nicht zu weit öffnen

  • Eine fortgeschrittene Technik der Widerstandskontrolle ist die gezielte „Einräumung“, mit der ausdrücklich Spielräume oder Alternativen angeboten werden, zugleich aber die gewünschten Präferenzen erkennbar bleiben. Hierzu können Sie einerseits (unbestimmte) zeitliche Limits erwähnen: „Sie werden zunächst wohl noch dazu neigen, ....“(später wird dann das Richtige gemacht), oder ähnlich: „Ich verstehe, daß Sie im Moment noch unentschieden sind...“
    Andererseits steht Ihnen die Technik der paradoxen Intervention zur Verfügung, die darin besteht, daß Sie genau das Verhalten nahelegen, das Sie nicht wünschen. Oft ist diese Strategie gerade in Autoritätsverhältnissen erfolgreich, wo sie mit Trotzreaktionen rechnen müssen, die sie dann einfach für sich funktionalisieren - etwa mit dem Hinweis gegenüber einer Jugendlichen: „ich halte zwar nicht viel davon, wenn Du hier rauchst, aber wenn Du meinst, daß es ohne Kippe nicht geht, dann bitte!“

 

 

Gesprächsförderer und Gesprächsstörer

 

Zur Abrundung dieses kurzen Katalogs von Tips zur Gesprächsführung und zur Zusammenfassung noch eine knappe Auflistung der wichtigsten Gesprächsförderer und Gesprächsstörer.

Sie können ein Gespräch fördern, indem Sie

  • die Äußerungen Ihres Gesprächspartners kurz umschreiben, um zu zeigen, daß Sie ihn verstanden haben
  • (in Abwandlung der Umschreibung) die Partneräußerungen zusammenfassen, um die Gedanken des anderen zu gewichten und verfügbar zu haben
  • das Gesagte auf den Punkt bringen und es auf das wesentliche konzentrieren
  • mehrere Äußerungen einer, aber auch verschiedener Personen in Beziehung setzen. Dadurch können Sie die Gesprächsbeiträge strukturieren und den Charakter von Beziehungsverhältnissen verdeutlichen, z.B. durch den Gebrauch von Gliederungspartikeln (sowohl - als auch; weder - noch) oder von Zuordnungen kausaler oder finaler Art (weil; damit etc.)
  • Nachfragen, um Unklarheiten zu beseitigen
  • Gedanken weiterführen und Denkanstöße geben. Dazu können Fragen dienen wie: was hätte das denn zur Folge? usw.
  • Wünsche herausarbeiten, wodurch Sie sich und dem Partner die Gelegenheit geben, sich impliziter Handlungsantriebe und Ziele bewußt zu werdenGefühle ansprechen, die vielen Äußerungen zugrunde liegen, aber nicht deutlich ausgesprochen werden.

    Sie können ein Gespräch stören, indem Sie
  • ihren Gesprächspartner Befehle erteilen. Wer bevormundet wird, kann seine Meinungen und Vorstellungen schwerlich frei entfalten
  • überreden, wodurch Sie nur Trotz oder eine Willenseinschränkung erreichen, weil die unterstellte „Freiwilligkeit“ nur abgenötigt oder erpreßt ist
  • warnen und drohen, wodurch Sie - ähnlich wie beim Befehlen - nur eigenes Autoritätsgebahren dokumentieren und laute oder stille Widerstände provozieren
  • Vorwürfe machen, die Trotzreaktionen hervorrufen oder Ihren Partner einschüchtern bzw. beschämen
  • voreilige Bewertungen vornehmen, die im negativen Fall verletzen, aber selbst im Fall der Belobigung noch stören können, wenn sie anmaßend sind und jemanden mundtot bzw. unselbständig machen
  • etwas aus falsch verstandenem Trostgebahren heraus herunterspielen, aber damit zeigen, daß sie sich auf die Gefühle des anderen nicht echt einlassen
  • andere verspotten und so unsere Geringschätzung zum Ausdruck bringen. Ähnlich wirkt sich überzogene Ironie aus
  • mit Platitüden antworten und sich so einem ernsthaften Gespräch entziehen
  • nur von sich reden und dadurch ihre Zuhörer überfahren bzw. mißachten
  • Ihrem Partner vorschnell Hintergründe aufzeigen, weil Sie ihm damit die Möglichkeit zur Entwicklung einer eigenen Einsicht und deren adäquaten Verarbeitung nehmen
  • ungebetene Ratschläge erteilen, die bevormundend sein können und den anderen eventuell inkompetent erscheinen lassen
  • unser Gegenüber ausfragen und damit die notwendige interpersonale Distanz durchbrechen. Auf diese Weise fördern wir eher ein Rückzugsverhalten als Öffnung.

 

 

Moderationstechniken

 

Eine Gesprächsführungstechnik anderer Art als bisher behandelt stellt die Moderationstechnik dar. Galt es beim Gruppengespräch, den Austausch über Sachinhalte unter dem Einfluß gruppen- und psychodynamischer Effekte zu gestalten, so überwiegen bei der Gesprächsmoderation - von Kleingruppendiskussionen abgesehen - eher formale Aufgaben der Themensteuerung und der Vergabe von Rederechten.

 

 

Diskussionsveranstaltungen

 

In vielen Aktionen und Kampagnen der Öffentlichkeitsarbeit bilden Veranstaltungen mit Meinungsaustausch und Diskussion einen festen Bestandteil. Bei größeren Versammlungen oder Konferenzen muß der Kommunikationsverantwortliche prinzipiell überlegen,

  • welche Zwecke er mit der Veranstaltung verfolgt

  • welche und wieviele Teilnehmer zu erwarten sind

  • welche Themen mit welchen Zielsetzungen besprochen werden sollen

  • wie sich die Diskussionsdynamik entwickeln könnte

  • in welchem Aktionskontext kommuniziert wird

  • welche Zeit- und Raumvorgaben bestehen

  • wie groß der Moderationsbedarf ist11

  • und welcher Veranstaltungstyp demnach im gegebenen Fall der geeignetste ist.

 

Überlegungen bei der Veranstaltungswahl

 

Hinsichtlich der Teilnehmerzusammensetzung ist insbesondere die Erwägung wichtig, ob die Mitwirkenden ein homogenes Auditorium mit gleichen Redegewohnheiten und Erfahrungen bilden oder sie sehr verschiedener Herkunft sind. Denn davon hängt ab, wie hoch die Beteiligungsschwellen für die unterschiedlichen Wortführer liegen und wie stark demzufolge der Moderator regulierend tätig werden muß.

Hinsichtlich der Teilnehmeranzahl ist die Frage ausschlaggebend, wie man es erreichen kann, daß alle Beteiligten zumindest potentiell eine Chance erhalten, an der öffentlichen Diskussion in der einen oder anderen Weise mitzuwirken.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Wahl des Kommunikationsverfahrens ist der Themenumfang und die Themenkomplexität, weil für eine weitdifferenzierte Fachdebatte aus Gründen der Austauschintensität und des Zeitbedarfs nur bestimmte Veranstaltungsformen in Frage kommen.

Ein relevanter Gesichtspunkt anderer Art wird schließlich mit der Frage nach geplanten Zusatzeffekten12 angesprochen, wozu beispielsweise taktische Überlegungen der Massenwirksamkeit, der allgemeinen Zugänglichkeit (und demzufolge der Möglichkeiten zur Berichterstattung) und der Streueffekte (Botschafts-dispersion) zählen.

 

 

Veranstaltungstypen mit Moderation

 

Zur Verdeutlichung wollen wir Ihnen einige konventionelle Veranstaltungsformen vorstellen und die dafür jeweils relevanten Moderationsaspekte benennen.

 

Der monologische Vortrag

 

Dieser Veranstaltungstyp bietet den Vorteil der relativ einfachen Vorbereitung und Organisation, denn hier haben wir ein ziemlich starres „setting“ mit geringen Herausforderungen an die Moderation, die sich im wesentlichen auf Vorstellung und Danksagung beschränken kann. Potentiell nachteilig kann sich beim Vortrag die monotone Darbietungsform auswirken und der Umstand, daß es keinen direkten und eindeutigen Zuhörerfeedback gibt. Auch ist zu bedenken, daß Vorträge sehr oft vor einem Auditorium mit gleicher Einstellung und Interessenlage stattfinden, so daß hierbei relativ selten Meinungsveränderungen bewirkt werden. Statt dessen überwiegt vielfach die gegenseitige emotionale Verstärkung (weshalb dann der Moderator auch nicht affektdämpfend eingreifen muß).

Positive Merkmale des Vortrags liegen andererseits darin, daß ein Referent die Gelegenheit erhält, seine Gedanken „in einem Guß“ vorzustellen und den Zuhörern ein Bild seiner Persönlichkeit zu vermitteln. Der zuletzt genannte Aspekt ist besonders unter PR-Gesichtspunkten ausschlaggebend. Denken Sie etwa an die allgemeine Tendenz zur Personenorientierung und an die Leitbildfunktion von Vips.

 

 

Die offene Diskussion

 

Sie eignet sich besonders gut als Anschlußveranstaltung an einen Vortrag, gerade auch um dessen monologische Struktur zu kompensieren.

Ähnlich wie im Gespräch besteht hier die Möglichkeit zum Wortwechsel und Standpunktaustausch, doch treten persönliche Motive und Charaktermerkmale wegen des öffentlichen Charakters der Veranstaltung eher in den Hintergrund. Die offene Diskussion zeichnet sich zudem durch eine stärkere Sachorientierung und Themenzentrierung aus. Auf diese Weise wird die thematische Konzentration gefördert und die Gefahr persönlicher Angriffe oder unangemessener Selbstexpression13 gemindert, obwohl Tendenzen zur Selbstdarstellung einzelner Teilnehmer kaum ganz zu vermeiden sind. In solchen Fällen liegt es am Moderator, ob und inwieweit er Weitschweifigkeiten oder unsachliche Äußerungen auffängt oder unterbindet.

 

Die Aufgaben des Diskussionsleiters in offenen Debatten bestehen also darin:

  • das Thema einzuleiten und den Themenwechsel zu organisieren

  • Rederechte zu vergeben und verschiedene Äußerungen aufeinander zu beziehen

  • möglicherweise auftretende Angriffe und unnötige Schärfen zu mildern

  • Verständnishilfen und Informationen einzugeben und gegebenenfalls Übersetzungshilfe (bei Fachausdrücken) zu leisten

  • Themenabschnitte zusammenzufassen und die Veranstaltung zu beschließen.

 Die Konzentration auf Moderationsaufgaben fällt im übrigen leichter, wenn sich der Moderator nicht inhaltlich an der Diskussion beteiligt.

 

 

Die Podiumsdiskussion

 

Dieser Gesprächstypus stellt wegen des komplexen Rollengeflechts der Teilnehmer untereinander relativ hohen Anforderungen an die Beteiligten, aber auch an den Moderator. Die Besonderheit der Podiumsdiskussion liegt darin, daß die Diskutanten zwar ihre Standpunkte untereinander austauschen, daß sie dies aber vor den Augen einer bewertenden Öffentlichkeit, also auf offener Bühne tun. Sie müssen deshalb eine Doppelrolle spielen: Im Innenverhältnis zur Gruppe sind die Podiumsteilnehmer gehalten, im argumentativen Austausch Offenheit und Lernfähigkeit zu bekunden; im Außenverhältnis gegenüber dem Publikum jedoch verstehen sich die Diskutanten sehr oft als Interessenvertreter uns Standpunktwahrer, denen es im wesentlichen darum geht, das Publikum für sich und ihre Ansichten zu gewinnen.

Für das Publikum bietet der Zwang zur Selbstprofilierung den Vorteil, daß die jeweiligen Standpunkte deutlich erkennbar werden und ein hoher Informationsgehalt erreicht wird. (Dagegen leidet die Klarheit hinsichtlich der eingenommenen Positionen bei starker gegenseitiger Beeinflussung und dementsprechenden Standpunktaufweichungen oder -wechseln in Kleingruppendiskussionen).

Was den Argumentationsverlauf in einer Podiumsdiskussion betrifft, so ist hier eher mit einer Zersplitterung der einzelnen Argumente zu rechnen als mit einer ganzheitlichen Themenbehandlung. Der Grund dafür ist in der Teilnehmerorientierung auf einzelne „Gewinnrunden“ zu sehen, die sie für sich entscheiden möchten, worunter nicht selten die Geschlossenheit und inneren Konsistenz der Argumentation leidet. Dieser Umstand wirkt sich für das Publikum dann eher nachteilig aus, wenn es mit dem Debattenthema und der Standpunktverteilung noch nicht vertraut ist.

Unter diesen Gesichtspunkten fällt dem Moderator die Rolle zu,

  • die Redebeiträge des Podiums gerecht zu verteilen und das Dominanzstreben einzelner zu unterbinden

  • auf die Logik der Themenentwicklung und der Beitragszuordnung zu achten

  • störende Affekte (Aggression u.a.) zu steuern

  • Zwischenresümees zu ziehen

  • die Verständlichkeit für das Publikum zu sichern und

  • gegebenenfalls Publikumsfragerunden einzuräumen und anzuleiten.

 

Das Hearing (die Expertenanhörung)

 

Das Hearing ist eine Veranstaltungsform, die die Vorzüge des Vortrags mit denen der Podiumsdiskussion verbinden kann. Charakteristisch für das Hearing ist, daß mehrere Experten hintereinander geschlossen ihren Standpunkt zu einer Fachfrage darlegen, die anschließend in einem Kreis von Betroffenen (z.B. Bürgermeisterversammlung) oder vor einem größeren Publikum

weiterdiskutiert wird. Insofern ist das Hearing eine Gesprächsform, die der Sachinformation und der Vorbereitung einer Entscheidung dient.

Da die Einzelbeiträge im Hearing sachkundig und dicht sind, wird den Hörern ein einschlägiges Vorwissen abverlangt. Vorteilhaft wirkt sich aus, daß die einzelnen Standpunkte ganzheitlich dargestellt werden; darüber hinaus können den Zuhörern aber Möglichkeiten eingeräumt werden, gezielte Zwischenfragen zu stellen, um das Verständnis zu sichern.

Der Moderator kann sich im Hearing auf die Organisation der Überleitungen und die Steuerung der Zwischenfragen beschränken. Seine Aufgabe wird erst dann schwieriger, wenn im Anschluß an das Hearing eine offene Diskussion beginnt.

 

 

Die Kleingruppendiskussion

 

In Großveranstaltungen kann massenwirksam und mit relativ großer Streubreite kommuniziert werden. Ihr Nachteil ist jedoch offensichtlich: eine tiefere Behandlung der Thematik und ein persönlicher Erfahrungsaustausch mit intensiver Rückkopplung ist nicht möglich. Daher wird bei Tagungen und größeren Meetings in der Regel zwischen Plenumsveranstaltungen (z.B. mit Referaten) und Kleingruppenarbeit abgewechselt.

Eine optimale Arbeit in Kleingruppen setzt voraus, daß sie

  • mit einer überschaubaren und klar definierten Teil-aufgabe beauftragt werden

  • mit hinreichenden Informationen (und gegebenenfalls Arbeitsmitteln) versehen werden

  • über ein der Aufgabenstellung angemessenes Zeitbudget verfügen

  • im Hinblick auf Anzahl und Merkmale der Teilnehmer so zusammengesetzt sind, daß eine weitgehend störungsfreie Gruppenarbeit gewährleistet ist

  • in schwierigen Phasen Unterstützung durch den Moderator erhalten, der auch gruppendynamische Prozesse zu steuern versteht.

 Die Moderatorenrolle kann in Kleingruppen sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Sie kann sich entweder auf die Organisation der Gesamtgruppenarbeit beziehen und besteht dann mehr darin, die Gruppeneinteilung vorzunehmen sowie Themen, Zeiten und eventuell Räume und Arbeitsmittel zu organisieren; oder sie konzentriert sich auf die Diskussionsleitung und Beziehungssteuerung innerhalb einzelner Gruppen.

In diesem Fall sind folgende Punkte zu beachten:

Der Moderator

  • sollte die Aufgabe und die Rahmenbedingungen (unter Umständen schriftlich) nochmals vorstellen

  • sollte zu Nachfragen ermuntern und Unklarheiten beseitigen

  • kann entweder einen Themenplan vorgeben oder ihn (z,B. mit Metaplantechnik)14 erarbeiten lassen

  • kann nach Bedarf - insbesondere bei teilnehmerstarken Gruppen - die Rednereihenfolge überwachen

  • sollte Zwischenergebnisse festhalten

  • muß unter Umständen in den Verlauf eingreifen und auf die Kernthematik zurückführen

  • sollte, falls notwendig oder gewünscht, Strukturierungshilfen geben, etwa durch Aufzeigen von Verbindungslinien, von Widersprüchen o.a.

  • sollte im Fall von Spannungen in der Lage sein, ausgleichend zu wirken und zu vermitteln, d.h. über die wichtigsten Techniken der Gesprächsführung im oben (Kap. ) ausgeführten Sinne verfügen und sie gezielt einsetzen

  • die Gruppendiskussion zumindest zu einem vorläufigen Ergebnis führen.

 

Anmerkungen:

 

1) Mit dem Begriff ‘Gesprächsführung’ wird einmal eine Kommunikationsdisziplin mit einem „technischen“ Repertoire bezeichnet, zum anderen eine konkrete kommunikative Tätigkeit. Hier wird vorläufig die erste Bedeutungsvariante Bezug genommen, doch wird im weiteren Verlauf „Gesprächsführung“ auch im zweiten Sinne angesprochen.

2) Vgl. dazu die Kapitel des Studienbandes

3) Einige andere Aspekte der Gesprächsführung (z.B. den Ausdruck der Wert- oder Geringschätzung) konnten Sie bereits in dem Kapitel über tiefenpsychologische Faktoren der kommunikatin (Kap. ) kennenlernen.

4) Die Differenzierung und die Beispielkonstruktion orientiert sich an den Bänden von Christian-Rainer Weisbach: Professionelle Gesprächsführung, München 1992, S. 50 ff. und Günter Vollmer/Gerrit Hoberg: Kommunikation. Sich besser verständigen - sich besser verstehen, Stuttgart, Dresden 1994, S.227 ff.

5) Empathisch = mitfühlend, einfühlend

6) Christian-Reiner Weisgerber, a.a.O., S. 75 ff.

7) Einleuchtend ist das von Weisgerber genannte Beispiel der „Volkszählung“ von 1984, die mit hohem manipulativen Druck verordnet wurde, aber genau deshalb scheiterte, weil die Bevölkerung den Vollzug trotzig verweigerte.

8) Reaktanzverhalten wird häufig im Zusammenhang mit Werbung beobachtet, nämlich dann, wenn Zuschauer bei zu hohem Werbedruck einfach wegzappen oder „den Waschraum aufsuchen“.

9) Zur Kongruenz vgl. oben Kap.

10) Nach Weisgerber, a.a.O., S. 82 ff.

11) Hier ist zu bedenken, daß das Wort ‘Moderation’ = Mäßigung und Ausgleich tatsächlich seine Berechtigung hat.

12) Ob es sich dabei nun de facto um Neben- oder Hauptaspekte handelt, ist eine Frage der Fallumstände.

13) Hierunter fällt nicht nur das allerorts übliche Imponiergehabe, sondern auch die Neigung mancher Redner zu starken Selbstbekennnissen oder Befindlichkeitskundgaben.

14) Also unter Zuhilfenahme von Pinwand und Kärtchentechnik

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© André Lundt