Der hier wiedergegebene Aufsatz stammt aus dem von mir herausgegebenen Studienband ''Kommunikation", in dem thematisch einschlägige Kapitel für den Berliner Fernstudiengang "Öffentlichkeitsarbeit" zusammengefasst wurden. Wegen der deutlichen inhaltlichen Bezüge möchte ich auch auf meinen Beitrag zur Systemtheorie von N. Luhmann verweisen, der in Kürze im Bereich 'Artikel und Essays zur Philosophie' eingestellt wird.

 

 

Teil  10:     Konstruktivismus

 

 

1.  Varianten des Konstruktivismus

 

Im Gegensatz zu anderen Theorieentwürfen, die im Rahmen der Studieneinheit 'Kommunikation' berücksichtigt wurden und die eine gewisse systematische Geschlossenheit aufweisen,(1) handelt es sich beim Konstruktivismus(2) nicht um ein „einheitliches Theoriegebäude", sondern eher um einen äußerst verzweigten interdisziplinären „Diskurs", der unter häufig wechselnder Perspektive auf die Bedingungen und Prozessabläufe unserer 'Wirklichkeitswahrnehmung' zielt.(3)

Für den modernen Konstruktivismus sind also sehr verschiedenartige Traditionsströme der westlichen Erkenntnis- und 'Wissenschaftstheorie grundlegend, was sich in den folgenden Abschnitten an gelegentlichen Querverbindungen, unter anderem auch zur Semiotik, zur Sprechhandlungstheorie sowie zur Systemtheorie zeigen wird.

Im Rückgriff auf Siegfried J. Schmidt(4) und Peter M. Hejl/S.J. Schmidt(5)

lassen sich folgende wichtige Hauptrichtungen des Konstruktivismus unter-

scheiden:

  • der erkenntnistheorctische Konstruktivismus (Ernst von Glasersfeld, John Richards)
  • der neurobiologisch begründete kognitionstheoretische Konstruktivismus (Humberto Maturana, Francisco Varela und Gerhard Roth)
  • der systemtheoretische Konstruktivismus (Niklas Luhmann, PeterM.Hejl)
  • der entwicklungspsychologische Konstruktivismus (Jean Piaget, Ernst von Glasersfeld)
  • der Sozialkonstruktivismus (von Peter L. Berger und Thomas Luckmann) und
  • der psychotherapeutische Konstruktivismus (von Paul Watzlawick).

 

Betrachten wir zunächst in einem ersten Abschnitt etwas genauer die konstruktivstischen Grundannahmen (trotz der darin enthaltenen theoretischen Divergenzen), um im Anschluss daran die Bedeutung dieses theoretischen Diskurses für die Kommunikationstheorie erfassen zu können.

 

 

2.    Das Problem der „objektiven" Wirklichkeit

 

Die Kernaussage moderner konstruktivistischer Ansätze lässt sich in Für den modernen Konstruktivismus sind also sehr verschiedenartige Traditionsströme der westlichen Erkenntnis- und 'Wissenschaftstheorie grundlegend, was sich in den folgenden Abschnitten an gelegentlichen Querverbindungen, unter anderem auch zur Semiotik, zur

Sprechhandlungstheorie sowie zur Systemtheorie zeigen wird.

Im Rückgriff auf Siegfried J. Schmidt(4) und Peter M. Hejl/S.J. Schmidt(5)

lassen sich folgende wichtige Hauptrichtungen des Konstruktivismus unter-

scheiden:

  • der erkenntnistheorctische Konstruktivismus (Ernst von Glasersfeld, John Richards)
  • der neurobiologisch begründete kognitionstheoretische Konstruktivismus (Humberto Maturana, Francisco Varela und Gerhard Roth)
  • der systemtheoretische Konstruktivismus (Niklas Luhmann, PeterM.Hejl)
  • der entwicklungspsychologische Konstruktivismus (Jean Piaget, Ernst von Glasersfeld)
  • der Sozialkonstruktivismus (von Peter L. Berger und Thomas Luckmann) und
  • der psychotherapeutische Konstruktivismus (von Paul Watzlawick).

 

Betrachten wir zunächst in einem ersten Abschnitt etwas genauer die konstruktivstischen Grundannahmen (trotz der darin enthaltenen theoretischen Divergenzen), um im Anschluss daran die Bedeutung dieses theoretischen Diskurses für die Kommunikationstheorie erfassen zu können.Denn aufgrund unserer Wahrnehmungsbedingungen ist es uns unter keinen Umständen möglich, die Welt insgesamt oder auch nur Teile davon außerhalb unserer eigenen (psychischen wie physischen) Grenzen zu erkennen, sondern wir nehmen immer nur eine je beobachterabhängige, individuell besondere Realität wahr, über die wir uns dann „irgendwie" kommunikativ verständigen müssen. Was wir also als Wirklichkeit empfinden und tatsächlich dafür halten, können nur subjektive, bestenfalls intersubjektiv abgestimmte  Vorstellungen der Realität sein, die bestenfalls das, was da draußen ist, einigermaßen tauglich wiedergeben. Von diesem generellen Thesenfundament aus verzweigen sich dann recht unterschiedliche Theorievarianten, von denen die radikal konstruktivistische hier genauer dargestellt werden soll.

 

 

3.   Das autopoietische oder sich selbst organisierende System(6)

 

Die Anhänger des sogenannten Radikalen Konstruktivismus(7) setzen voraus, dass Erkenntnis ausschließlich in einem von der Umwelt abgegrenzten, sich selbst organisierenden Bewusstseinssystem möglich ist. Derartige in sich geschlossene Systeme, die in der Fachsprache der Erkenntnistheorie „autopoetisch" genannt werden, zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Sie sind gekennzeichnet durch die besondere zirkuläre Organisation ihrer materialen und prozessualen Komponenten. D.h. sie reproduzieren ihre eigenen Elemente, indem sie interne Reproduktionsregeln wiederholt (rekursiv) anwenden.(8) So ist beispielsweise unser Blutkreislauf ein geschlossenes kybernetisches System, das nach einem immer gleichen, sich wiederholenden Prozessschema abläuft.
  • Sie sind aufgrund ihrer organisationellen Geschlossenheit autonom, d.h. alle Voraussetzungen zur Informationsgewinnung und alle Operationsregeln, die das System braucht, sind bereits mit der Organisation des Systems gegeben. Die Operationen des Systems hängen allein von dem jeweiligen Zustand vor jeder Operation ab und nicht von Außeneinwirkungen. In diesem Sinne sind autopoietische Systeme Struktur- bzw. zustandsdeterminiert.
  • Autopoietische Systeme sind selbstreferentiell, insofern sie sich im Prozess ihrer Organisation nur auf sich selbst und ihre eigenen Elemente beziehen. Das System verknüpft also seine Teilprozesse selbstbezüglich und zyklisch (wie eine Klimaanlage mit Thermostat oder ein Einzeller). 

Auf Humansysteme übertragen bedeutet das, dass jeder Mensch seine eigene einzigartige Realität konstruiert, die jedem Mitakteur in dieser Form unzugänglich bleiben muss, weil jedes andere Subjekt seinerseits in einem geschlossenen operativen System eingeschlossen ist. Was auf den ersten Blick als Zwang und Beschränkung erscheint, sieht der radikale Konstruktivist allerdings als unverzichtbaren Vorteil, denn ein offenes System würde keine dauerhaften und regelhaft gewonnenen Annahmen über die Realität herstellen können. Allein deshalb nicht, weil im diesem Fall unsere Gedanken bei jeder Wahrnehmung neu und anders von den eindringenden Umweltsignalen geprägt würden, so dass wir keine stabilen 'Konzepte' von Teilen der Umwelt hätten, sondern nur ein chaotisches Durcheinander von unzusammenhängenden Sinnesdaten.

 

 

4.   Rückwirkungen auf das Kommunikationskonzept

 

Die Theorie der autopoietischen Systeme wirft nun - neben anderen - die beiden gewichtigen Fragen auf, wie denn unter diesen Bedingungen überhaupt eine funktions-fähige Beziehung zur Außenwelt aufgebaut werden kann und wie unter solchen Umständen mehrere Individuen erfolgreich miteinander kommunizieren können.

Die erste Frage nach der Möglichkeit einer wahren = objektiven Erkenntnis beantworten die Konstruktivisten mit dem Konzept der Viabilität, d.h. der Passförmigkeit der Erkenntnis bezogen auf eine lebenspraktische Problemstellung.(9)  Danach ist allein ausschlag-

gebend, dass wir in Abstimmung mit unseren Artgenossen eine Realitätsvorstellung entwickeln, die für uns hinsichtlich unserer materiellen wie ideellen Bedürfnisse dienlich ist. Die zweite Grundsatzfrage zielt auf die Möglichkeit sozialer Kommunikation unter der Bedingung der kognitiven Autonomie von Subjekten ab.

Zur Erklärung der Möglichkeit einer gemeinsamen Realitätskonstruktion hat der chilenische Biologe Humberto Maturana das Modell der strukturellen Kopplung eingeführt, das - auch im Hinblick auf ältere Überlegungen innerhalb des Symbolischen Inter-aktionismus eine intensive Rezeption erfahren hat.

 

Strukturelle Kopplung

 

Maturana versteht unter struktureller Kopplung(10) im Wesentlichen den wechselseitigen Bezug zweier Bewusstseins- oder Verhaltenssysteme aufeinander, die eine Grundvoraussetzung für soziale Orientierungen und Verhaltenskoordinationen bilden. Solche Verhaltenskopplungen sind allerdings nicht gleichbedeutend mit intentionsgeleiteten Informations- oder Verständnisakten; vielmehr haben sie den Charakter einer sich autonom vollziehenden Parallelisierung von Verhalten, die erst eine gemeinsame Orientierung auf Gegenstände der Umwelt ermöglicht und insofern als interaktiver wie kommunikativer Vorgang gedeutet wird.(11)

Strukturelle Kopplungen kommen nicht zufällig zustande, sondern werden bedingt und begünstigt durch die Notwendigkeit, sich mit und in einem gemeinsamen Lebensraum auseinanderzusetzen und gleiche Bedürfnisse zu befriedigen. Kommunikation in ihrer ursprünglichen Form kann somit als Resultat eines aus den Umweltbeziehungen folgenden Selektionsdrucks verstanden werden, der Organismen oder Gesellschafts-mitglieder dazu veranlasst, sich aufeinander zu beziehen und ihr Verhalten zu koordinieren. Hiermit kann beispielsweise der Zwang zur Arbeitsteilung gemeint sein, der den Handlungspartnern ein koordiniertes Handeln bei produktiven Prozessen abverlangt, aber auch jede andere Form der Interaktion wie z.B. eine "Wegauskunft".

 

Damit kommunikatives Verhalten nun nicht episodenhaft bleibt, sondern systematisch erfolgen kann, muss es verstetigt werden, indem einzelne Kopplungen, insofern sie erfolgreich verlaufen, die wechselseitige Orientierung von Akteuren aufeinander verstärken. Dabei engt eine erstmalige Abstimmung mit einem anderen System den weiteren Verhaltensspielraum ein: es kommt zu Wahrnehmungspräferenzen und zu einer sequentiellen Verknüpfung von Verhaltens – bzw. Handlungsketten. Die dadurch entstehenden abgestimmten „Räume" parallelen Verhaltens und Denkens bezeichnet Maturana als den konsensuellen Bereich der miteinander interagierenden Individuen. Solche Handlungsketten und das mit ihnen erzeugte Sinnsystem kann man sich anhand eines Spiels vorstellen, welches  das wechselseitige Verhalten in bestimmte Bahnen lenkt.

Natürlich kann sich Kommunikation im konstruktivistischen Verständnis auch sprachlos ereignen, doch bleibt sie dann an die jeweilige Situation gebunden und erreicht nicht den Organisationsgrad und die Komplexität, die wir gewöhnlich voraussetzen. Damit Kommunikation weiträumig, konventionell und abstrakt-analytisch werden kann, muss sie über stabile, strukturell gegliederte Ausdrucksmittel (Zeichen) innerhalb einer Systematik verfügen, d.h. über Sprache, in der gewissermaßen Interaktionsorientierungen aufgehoben sind. Allerdings dürfen wir Sprache nicht als feste Substanz begreifen, in der die Bedeutungen festgeschrieben sind, um dann nur noch abgerufen zu werden. Sprache dient vielmehr als Beschreibung eines konsensuellen Bereichs, innerhalb dessen bereits vororientierte Subjekte in Erkenntnisprozessen erst ihre Interpretationen autopoietisch anfertigen. Maturana charakterisiert Sprache deshalb als eine „konsensuelle Bestimmung von konsensuellen Bestimmungen"(12), insofern sie eine schon vorgängig vollzogene Verhaltensabstimmung (sekundär) kodifiziert und repräsentiert.

 

 

5.   Zur Kritik an Maturanas Kommunikationskonzept

 

Maturanas Erkenntnis- und Kommunikationstheorie hat die jüngere Debatte um Sprache und Denken erheblich beeinflusst und vorangetrieben. Dennoch weist sie einige Unklarheiten und Schwachstellen auf, von denen einige kurz benannt werden sollen. Siegfried J. Schmidt hält Maturana vor, dass sein Ansatz in naturwissen-schaftlich begründeten Modellvorstellungen verharrt und derart den sozialkulturellen und sprachlichen Anteil an der Wirklichkeitsbeschreibung fehleinschätzt. So seien nämlich für Menschen die materiellen und sozialen Dinge, mit denen sie umgingen, nie gänzlich fremd und unerkannt (wie bei instinktgeleiteter Kommunikation), sondern würden bei jeder Erstbegegnung wie bei allen weiterführenden Erfahrungen bzw. Aneignungen eingeführt, d.h. immer schon als Beschriebenes vermittelt und anschließend nur noch umgedeutet und an eigene Bedürfnisse angepasst. So gesehen ist also die Rede von einem Erfahrungsbeginn vor jeder Vergesellschaftung und der mit ihr gegebenen Sinnstruktur sinnlos.

Problematisch erscheint darüber hinaus Maturanas Annahme eines strukturellen Kopplungsvorgangs ohne Verständigung und Information, denn seiner Auffassung nach verbindet ja ein Sprecher mit seiner Äußerung keine Mitteilungsabsicht. Vielmehr konstruiert ein Hörer eine Information in seinem Bewusstsein erst nach Einordnung des Gehörten und zwar unabhängig von den Absichten des Sprechers und allein im Rahmen seiner internen Bedeutungsstrukturen und seines autonomen 'Wirklichkeits-modells. Die Frage ist aber, wie dem Hörer ein adäquates Verständnis der selbst erarbeiteten Information gelingen soll, wenn einerseits keine Mitteillungsabsicht des Sprechers erkennbar ist, damit also der Anspracheimpuls, die Appellqualität fehlt, und andererseits die vom Sprecher verwendeten sprachlichen Zeichen keinerlei konventionelle Bedeutung haben, auf die zurückgegriffen werden könnte.

So bleibt Maturana nur eine eigentümliche Prozessumkehr übrig: Er sieht die Funktion der Sprache lediglich darin, auf einen Interaktionszusammenhang (als Kontext) zu verweisen. Die Konventionalisierung, d.h. die Verständigung auf ein gemeinsames Handlungsziel, erfolgt dann ausschließlich durch gegenseitiges Beobachten in den raumzeitlichen Grenzen der kommunikativen Situation. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass Konventionalität gerade übersituative Verallgemeinerung und Verstetigung bedeutet, d.h. einen unterstellten Konsens schon vor der Sprechhandlung.

Schließlich bleiben selbst hinsichtlich der zentralen Kategorie der Autopoiese noch einige Fragen offen. Eine intensivere Diskussion darüber steht noch aus, inwieweit die einsehbare Tatsache einer autonomen Organisation interner psychischer und physiologischer Prozesse eine so weitgehende Vorstellung von Bewusstseinsisolation rechtfertigt, wie bei Maturana angedeutet. Autonomie des Erkennens bedeutet nämlich keineswegs, dass auf die Vorstellung eines möglichen gedanklichen Nachvollzugs oder auf intersubjektives Verstehen verzichtet werden muss. Schließlich haben sich individuelle Systeme evolutionsgeschichtlich gemeinsam entwickelt, haben eine vergleichbare Organausstattung und vor allem gemeinsame Lebens- und Erfahrungs-bedingungen geschaffen. Autonomie kann unter diesen Umständen also nur relativ verstanden werden, d.h. als „subjektive Sichtweise" aufgrund biologisch-organischer Voraussetzungen. Die Annahme einer in der Selbstorganisation des Bewusstseins begründeten absoluten Autonomie wird insofern irrelevant.

 

Maturanas Ansatz erweist sich schließlich als zu einseitig auf Erkenntnisprozesse im engeren, d.h. neurobiologischen Sinn konzentriert. In dieser Perspektive kommt jedoch der Anteil des sensomotorischen und emotionalen Erkennens erheblich zu kurz. Dabei hat vor allem Jean Plaget - ebenfalls ein Konstruktivist - sorgfältig herausgearbeitet, dass Gefühle, motorische und taktile Schemata sowie der Körper als Ganzes einen wesentlichen Beitrag zur Erkenntnis der Umwelt leisten. Von daher ist dem Gesamtvorgang der Wirklichkeitsaneignung unter den Bedingungen der sozialen Organisation und aktiven Steuerung ein entsprechender Stellenwert einzuräumen.

 

 

6.    Neuere Tendenzen im Konstruktivismus

 

Auch in Hinblick auf die soeben erwähnten kritischen Gesichtspunkte wird verständlich, dass gerade aus der Richtung eines stärker sozialkulturell orientierten Konstruktivismus Erweite-rungen und Korrekturen gegenüber behavioristischen Theoriekonzeptionen vorgeschlagen wurden. Insbesondere S. J. Schmidt als Exponent eines gemäßigten Konstruktivismus faßt Erkennen als ein tätiges Einwirken auf die materielle und soziale Umweltals unter Gesichts-punkten der gesellschaftlichen Organisation auf. Andererseits bestimmen die evolutionäre Entwicklung und die Form der Sozialität Richtung und Grad der Realitätsaneignung und formen derart die damit verbundenen psychophysischen Erkenntnisstrukturen. Wirklichkeitsverarbeitung ist also - wie Piaget zeigt - keineswegs ein einseitiger Vorgang der Modellierung eines Organismus, sondern ein wechselseitiger Prozess der aktiven Umweltgestaltung durch den Menschen (Akkomodation) sowie der Angleichung von menschlichen Verhaltensschemata an die Umwelt (Assimilation).  So gesehen ist es irreführend, einen Zustand des absoluten vorsozialen Ungeprägtseins (eines unmarked state) anzunehmen, wie er von Maturana oder Luhmann vorausgesetzt wird. Demgegenüber sind mit Evolution immer schon Organisationsprinzipien vorgegeben:

Entscheidungen sind immer schon gefallen; Strukturen haben sich in Systemge-

schichten ausgebildet [...]; die Welt ist immer schon [vorhanden], [so] wie auch

schon immer im Medium des Sinns und der Sprache operiert wird [...]. Unter-

scheidungen, die kognitive Systeme treffen und weiterprozessieren, sind ja in der

Regel [...] einerseits ontogenetisch verfestig, und andererseits soziokulturell

'imprägniert', da ihre Durchsetzbarkeit und Stabilität kontrolliert wird durch die

Beobachtung anderer kognitiver Systems und durch Selbstbeobachtungen zweiter

Ordnung. Ihre Entstehung und Wirkung [...] kann bei sprachlich sozialisierten

Individuen gar nicht abgetrennt werden von Sprache und Kommunikation, da sie

angekoppelt ist an soziale Prozesse, an Institutionen und Organisationen, an

Interessen und Sanktionen..."(13)

 

Relativierend wäre zu dieser Sichtweise lediglich anzumerken, dass sich im Lauf der Homogenese(14) natürlich ein Übergang vom Vorbewussten und Nicht-Sprachlichen zum Bewussten und Sprachlichen vollzogen haben muss. Allerdings werden dabei Sinn, Bewusstsein und Bedeutung nicht wie Funken aus dem Fels geschlagen. Letztere sind eher zu begreifen als qualitativ anders- und neuartige Formen der Verarbeitung und Repräsentation von schon vorhandener natürlicher wie sozialer Regelhaftigkeit und Ordnung.

Dies lässt sich durchaus anschaulich machen: Unsere 'Wahrnehmungen sind - unter der Perspektive einer Kontinuität von Umweltbewältigung - keine Neuentdeckungen, sondern Wiederentdeckungen, insofern auf bereits bestehende Markierungen zurückgegriffen wird. Sei es in der Form von einzelnen Begriffen oder von komplexen Anschauungen - in jedem Fall beziehen wir uns in Erkenntnisprozessen auf eine Denk- oder Erlebnisvorlage, die wir dann bedürfnisgerecht modifizieren oder umdeuten. Einzelne Erkenntnisse werden also vor dem Hintergrund typischer Vorerfahrungen und sozialer Prägungen gemacht. Um in einer Umwelt fortbestehen zu können, müssen angemessene Realitätsvorstellungen entwickelt und ständig weitervermittelt werden. Eben dazu sind Sprache und Kommunikation als Medium und als soziale Organisationsformen von Sinnstrukturen unverzichtbar.

 

Die Funktion von Zeichen und Sprache

 

Sehr weitreichend wirkt sich das konstruktivistische Verständnis von Sprache als sozialer Institution der situativen Verhaltenskoordinierung auch auf die Auffassung von der Natur des sprachlichen Zeichens aus. Wir erwähnten bereits die (nicht nur) konstruktivistische These, dass sprachliche Zeichen nicht situationsüberdauemd „festgestellt" werden könnten. Sie sind vielmehr Konstrukte des Augenblicks unter konkreten Voraussetzungen des Wahrnehmungsfeldes, des Vorwissens und der internen Verfassung der Akteure. Oder mit den Worten Wolfram K. Köcks:

Kommunikation heisst daher Einflussnahme eines Organismus [...] auf

einen anderen über Zeichen, die für Bedeutungen stehen, welche im Idealfall für

beide Organismen aufgrund ihrer Anteilnahme an einem konsensuellen Interaktionsbereich aktualisierbar (oder: konkretisierbar) sind, ... Zeichen sind. also

grundsätzlich sekundär, sie setzen kognitive Systeme voraus, sie 'bilden' diese in

keiner Weise 'ab' - auch nicht im Falle der Lautmalerei -, sie geben als solche

keinerlei Hinweis auf die Komplexität des Gemeinten..." (15)

 

Stabilität und Neukonstruktion von Wissen

 

Vielleicht reizt dieses Konzept zu dem spontanen Einwand: 'Wie ist es unter diesen Umständen möglich, über längere Zeit stabile Bedeutungen aufrecht zu erhalten?' Die konstruktivistische Theorie kann dieser skeptischen Nachfrage mit dem Hinweis begegnen, dass wir unterscheiden müssen zwischen einem gesichterten kollektiven Hintergrundswissen (generelle soziale „Sach"-Kompetenz), einem Sprach-verwendungswissen, das uns sagt, wann konventionell welcher Ausdruck welchen Sachverhalten passend zugeordnet wird, und einem Situationswissen (situative Handlungskompetenz), das uns befähigt, einen begrenzten Handlungskontext zu verstehen und auszusteuern. Je differenzierter und strukturierter eine Gesellschaft aufgebaut ist, desto stärker ist sie darauf angewiesen, nicht-singuläre oder zufällige Handlungen zu schematisieren und zu verallgemeinern, um sie gleichartig (und in mehrfacher Hinsicht ökonomisch) wiederholen und damit routinisieren zu können. Derartige Verallgemeinerungen können sprachlich fixiert und damit in einen längerfristig gültigen, aber veränderbaren Wissensbestand eingeordnet werden. Auf solche kollektiven Wissensbestände bzw. sprachliche Orientierungen (im Sinne Maturanas) greifen wir in aller Regel zurück, wenn wir in einem institutionellen Rahmen agieren oder wenn wir uns in konventionell zu bewältigenden Standard-situationen befinden. Grundsätzlich ändert aber auch die Tatsache eines in den weitaus meisten Fällen schon bestehenden kollektiven Wissens im Hinblick auf die konkret bestehenden Verhältnisse - also die Existenz von stabilen Erwartungsstrukturen - nichts an der potentiell immer möglichen Revision von Realitätsbeschreibungen. Und das bedeutet auch: Das, was wir als Wahrheit oder Gewissheit zu betrachten gewohnt sind, steht im Prinzip immer zur Disposition.

In den beiden abschließenden Kapiteln sollen nunmehr exemplarisch zwei anwendungsorientierte Ansätze skizziert werden, die Querbezüge der konstruktivis-tischen Theorie zur psychologischen Kommunikationsanalyse verdeut-

lichen.

 

 

7.   Der Beitrag von PR und Massenkommunikation  zur
                             Wirklichkeitskonstruktion

 

An der soeben problematisierten Realitätskonstruktion sind in der Gegenwart nun keineswegs nur Kommunikatoren in Face-to-face-Kommunikationen bzw. in Kleingruppen beteiligt. Sie vollzieht sich in methodisch gleicher Weise, aber durchaus potenziert und damit folgenschwe- rer im Prozess der öffentlich-persuasiven Markt- und Medienkommunikation(16), zu der unter anderem Werbung, Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit gehören. Klaus Merten hat in einer theoretischen Analyse(17) darauf hingewiesen, dass Menschen zur Absicherung ihrer subjektiv konstruierten Wirklichkeit „auf fortlaufende Bestätigung ihrer 'Wirklichkeitsentwürfe angewiesen" sind, weshalb sie versuchen, diese Entwürfe durch „fiktionale Strukturen" - d.h. durch bestärkende, aber nicht überprüfbare Informationen bzw. Annahmen - abzustützen. Sie erreichen dies „a) durch Orientiermg an anderen wd b) durch Konstruktion von Vorstel

lungen über Wahrheiten".(18)

Merten erläutert seinen ersten Punkt (a) mit dem Hinweis darauf, dass Menschen unter den Bedingungen der modernen Kommunikationsgesellschaft vorzugsweise auf die öffentliche Meinung und auf die Informationsangebote professioneller PR-Kommunikatoren zurück-

greifen. Die öffentliche bzw: veröffentlichte Meinung in den Medien ersetzt ihnen den realen Anderen in interpersonaler Kommunikation, denn ,,die Absicherung der eigenen Meinung durch die Orientierung an anderen Meinungen" geschieht dadurch, „dass Meinungen anderer, durch die Medien gspiegelt, als Entwurf  für die eigene Meinungsbildung genutzt 'werden: Man weiß nicht [wirklich], was andere wissen oder meinen, aber man meint zu wissen, was andere meinen, was MAN meint."(19)

 

Zur Veranschaulichung dieses Gedankengangs mag folgendes Beispiel dienen: Eine beliebige Person sucht zu einem konkreten Thema oder Erfahrungsobjekt - beispielsweise zum Thema „Wirtschaftsflüchtlinge" ein gesichertes Wissen. Mangels direkten Einblicks in den komplizierten Sachverhalt wird sie sich an Medienbeiträgen und an der öffentlichen Meinung orientieren und dort womöglich erfahren (oder bestätigt bekommen), dass viele angeblich Verfolgte sich in Deutschland nur wirt-schaftliche Vorteile sichern wollen. Die Meinungen der anderen, auch die der Journalisten, müssen überhaupt nicht zutreffen, sondern können vorurteilsgeprägt sein, aber indem im Medium der öffentlichen Meinung viele Personen ihre vage Ansicht vor dem Hintergrund der vagen Realitätsunterstellung anonymer anderer Personen spiegeln, nimmt bald ein Großteil der mittelbar miteinander kommunizierenden Menschen die Fiktion des Wirtschaftsflüchtlings als Realität an.

 

Der Konstruktivismus liefert uns also eine sozialpsychologische Erklärung für das, was in der Theorie der Massenkommunikation als die realitätsbildende und gelegentlich realitätsverzerrende Kraft der Medien bezeichnet wird(20), weshalb Merten hier von einem „virtuellen Kommunikationssystem" spricht, also einer Art Medien-Cyberspace. Ähnliche Mechanismen können wir auch mit leichten Veränderungen in der Öffentlichkeitsarbeit beobachten. So wie in den Medien die öffentliche Meinung als Spiegelungseffekt von Pseudowissen erscheint, so macht sich PR laut Merten das "Image" von Produkten, Firmen oder Personen zunutze. Images fungieren nämlich als hilfsweise Realitätskonstruktionen in Bezug auf jeweils thematisierte Meinungs-gegenstände, die einen Ersatz für tatsächliches Wissen über diesen Meinungsgegen-stand bieten. Sie können dies leisten, weil sie diffuse Vorstellungsbilder darstellen, die hochgradig offen sind für (inter)subjektive Zuschreibungen,  aber auch für strategische Modellierungen im Sinne einer positiven Präparierung ihres Bezugsobjekts. Eine Zigarette ist und bleibt materiell eine Zigarette, aber ihr Image besteht zu einem erheblichen Teil aus fiktionalen Elementen wie etwa „Smartheit", „Entspannung" oder gar „Abenteuer".

 

Öffentlichkeitsarbeitet setzt bei dem Bedürfnis vor Konsumenten bzw. Informations-suchenden an, sich Urteils- und Entscheidungsgrundlagen über Sachverhalte oder Objekte zu beschaffen.

PR liefert angesichts sich überschneidender, widersprüchlicher und überzahlreicher Informationen vereinfachte positive Aussagen mit fiktionalem Charakter und verhilft dem Rezipienten auf diese Weise zur Illusion einer - allerdings zerbrechlichen - Wirklichkeitserfahrung.

PR nutzt dabei wie zuvor die Medien hinsichtlich der öffentlichen Meinung den Umstand aus, dass sich Meinungen und Einstellungen beim Rezipienten durch Spiegelung in anderen Einstellungen und Meinungen verfestigen. Öffentlichkeitsarbeit überlässt es jedoch nicht den Marktteilnehmern selbst und damit dem „Zufall", sich bestätigende, realitätskonstituierende Aussagen zu ihrem Meinungsgegenstand zu beschaffen. Sie greift vielmehr kreativ ein, um die jeweils gewünschte Wirklichkeit im Sinne ihrer Strategie zu konstruieren. PR-Ingenieure der Kommunikation - also Experten des "engineering of consent" - treten dabei wie die Journalisten in den Massenmedien nur indirekt in Erscheinung und bedienen sich bevorzugt der Verlautbarungen anderer, um die Glaubwürdigkeit der Urteilskundgabe zu erhöhen. „Sie sind Meta-Kommunikatoren, die entscheiden, was, wann, wo, wie und mit welcher gewünschten Wirkung kommuniziert werden solle. Demgemäß lässt sich PR wie folgt definieren: PR ist ein Prozess intentionaler und kontingenter Konstruktion wünschenswerter Wirklichkeiten durch Erzeugung und Befestigung von Images in der Öffentlichkeit.(21)

 

 

8.   Psychologischer Konstruktivismus bei Paul  Watzlawick

 

Eine weitere, dieses Mal auf konkretes menschliches Alltagsverhalten bezogene Spielart des Konstruktivismus finden wir in den Arbeiten des österreichischen (heute amerikanischen) Psychologen und Psychotherapeuten Paul Watzlawick. Ihm ging es darum zu zeigen, dass das, worauf wir uns in zwischenmenschlichen Beziehungen als Realität beziehen, häufig nicht etwas objektiv Vorhandenes, also im herkömmlichen Sinne „Wirkliches" ist, sondern vielmehr etwas, was wir selbst herstellen oder etwas, dem wir seine für „eigentlich" gehaltene Bedeu- tung selbst zuschreiben. Einen überzeugenden Hinweis auf diese Form der Wirklichkeitskonstruktion gibt Watzlawick am Beispiel des Placebos(22), dessen Funktionsweise sich an der folgenden Begebenheit darstellen lässt: Den Kindern einer Vorschule wurden - während einer kurzen Reisen in ein Kinderdorf - sogenannte „Heimwehtropfen" verabreicht, wenn sie sich nach Hause zurücksehnten. Natürlich bestand die „Medizin" nur aus Zucker-wasser, was den Kindern allerdings verborgen blieb. Unter diesen Umständen ließen sie sich relativ leicht suggerieren, dass die Arznei die Traurigkeit „wegmachen" könnte. Tatsächlich formten sich die meisten der betroffenen Kinder aufgrund dieses Versprechens eine veränderte Realität und bekämpften so erfolgreich das Heimwehgefühl, für das es ja nun „eigentlich" keine Berechtigung mehr gab.

 

Die sich selbst erfüllende Prophezeiung

 

Das generelle Prinzip, das hinter dieser Art von „Selbsttäuschung" bzw. subjektiver Realitäts-deutung liegt, nennt Watzlawick die „selbsterfüllende Prophezeiung" (selffullfilling prophecy). „Eine aus einer selbsterfüllenden Prophezeiung resultierende Handlung... schafft erst die Voraussetzungen für das Eintreten des erwarteten Ereignisses und erzeugt in diesem Sinne recht eigentlich eine Wirklichkeit, die es ohne sie nicht gegeben hätte." (23)

 

Wie sehr nicht nur einzelne Personen, sondern ganze Gruppen oder Massen diesem Phänomen unterliegen, schildert der Autor am Beispiel der Ölkrise in Kalifornien 1979. Damals wurden in den Medien Berichte veröffentlicht, wonach aufgrund von Öllieferungsstops eine akute Benzinverknappung in den USA zu befürchten sei. Tatsächlich war jedoch genügend Benzin vorrätig, um den Normalbedarf der kalifornischen Autofahrer zu befriedigen. Es geschah, was geschehen musste: Die irritierten Konsumenten belagerten die Tankstellen und hamsterten so viel Treibstoff wie nur irgend möglich. Die Folge davon war, dass nach wenigen Tagen das Benzin wirklich ausging und damit der Zustand eintrat, der anfangs nur prophezeit wor-

den war.(24)

Unter dem Aspekt des Kommunikativen und eines kommunikationsstrategischen Vorgehens ist dabei festzuhalten, dass durch eine geschickte rhetorische 'Wirklichkeitskonstruktion sehr nachhaltig auf soziales Verhalten eingewirkt werden kann. Dieser Strategie bedienen sich die Massenmedien bei der Ausstreuung von Gerüchten, aber auch Propaganda, Promotions und Werbung machen davon wirkungsvollen Gebrauch. Mit magischem Wortgebrauch äußern sie Versprechungen, die zu einer veränderten Realitätswahrnehmung und letztlich zu gerade dem Verhalten und Denken führen können, das propagandistisch bezweckt wurde.(25)

Kommunikationspsychologisch relevant ist das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung schließlich auch in konfliktären Kleingruppen- oder Zweierbeziehungen. Hier beginnen die Beteiligten das Gespräch häufig schon mit einem Anfangsverdacht bzw. mit leitenden Vorannahmen darüber, was wohl die andere/n Person/en beabsichtigen und wie sie sich verhalten könnte/n. Jeder professionelle Kommunikator kennt entsprechende Phänomene und sollte mit ihnen im Rahmen der betriebsintemen Kommunikation oder anlässlich von Gesprächsmoderationen umgehen können.

 

 

Anmerkungen:

1)  Als Beispiel sei hier nur die Theorie des Kommunikativen Handelns oder des (Symbolischen) Interaktionismus genannt.

2)  Aus dem Lateinischen 'construere' = bauen, errichten

3)  Vgl. Schmidt, Siegfried J., Kognitive Autonomie und soziale Orientierung, Frankfurt 1996, S. 14

4)  Ebenda.

5)  In: Einführung in den Konstruktivismus. Beiträge von Foerster, Heinz von u.a., München, Zürich: Piper, S.167ff.

6)  Das griechische Wort „Autopoiesis" (von 'autos' = selbst und „poiein" = machen, hervorbringen) bedeutet also Selbstherstellung. Die Theorie der Autopoiese in der aktuellen Form ist aus soziologischer Sicht weitgehend von Niclas Luhman, aus biologischer Sicht von dem chilenischen Biologen und Neurophysiologen Humberto Maturana geprägt worden. Dessen Hauptwerk ist „Erkennen: Die Organisation und Verkörperung von Wirklichkeit, Braunschweig/Wiesbaden 1982, S.58)

7)  Einen Überblick darüber verschafft vor allem der von Siegfried J. Schmidt herausgegebene Sammelband „Der Diskurs des radikalen Konstruktivismus", Frankfurt 1987

8)  Rekursiv (lateinisch) bedeutet „eine identische Operation wiederholt bei der Herstellung neuer Elemente anwenden". Diesgeschieht z.B. grundsätzlich in unserer Sprache, wenn immer wie-

der gleiche semantische oder syntaktische Regeln (Muster) auf neue Sätze angewandt werden.

9)  Zum Zusammenhang von Viabilität, Evolution und Anpassung vgl. Glasersfeld, Ernst von, Kon- struktion der Wirklichkeit und des Begriffs der Objektivität, in: Einführung in den Konstruktivismus,

München/Zürich 1992, S.9-40, bes. S.18-27

10) Vgl. dazu Maturana Humberto, Erkennen: Die Organisation und Verkörperung von Wirklichkeit, a.a.O. sowie ders., Kognition, in: Der Diskurs des radikalen Konstruktivismus, a.a.O., S. 89-118

11)  Dazu genauer Schmidt, S. J., Der Diskurs des radikalen Konstruktivismus, a.a.O., S. 26ff.

12)  Maturana, Umberto, Kognition, in: Schmidt, S.J., a.a.O., S. 109

13)  Schmidt, S.J., a.a.O., S. 3 ff.

14)  Homogenese (griech.) = Entwicklung der menschlichen Gattung

15)  Köck, Wolfram K., Kommunikation - Semantik - Kognition, in: Der Diskurs des radikalen Konstruktivismus, a.a.O., S. 367 u. 368. Vgl. hierzu auch die Ausführungen zur Zeichentheorie in Kap. 3.3

16)  Unter Marktkommunikation verstehe ich jede Form der strategischen Kommunikation, die dazu dient, auf Teilnehmer am öffentlichen Meinungs- und Warenmarkt mit unterschiedlichen Absichten Einfluß zu nehmen.

17)  Merten, Klaus, Begriff und Funktion von Public Relations, in: pr-magazin 11/1992, S.35-46

18)  A.a.O., S.38

19)  Ebenda; genau dieser Vorgang der Orientierung eigener Meinung an anderen Meinungen sieht Merten auch als Beleg für Reflexivität.

20)  Merten, Klaus, a.a.O., S.44

22)  Placebos sind wirkstofffreie pharmazeutische Präparate.

23)  Watzlawick, Paul, Selbsterfüllende Prophezeiungen, in: Die erfundene Wirklichkeit, hrsg, von Paul Watzlawick, München und Zürich 1984, S.91-110, hier S. 92

23)  Ebenda

25)  A.a.O., S.107

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© André Lundt